Mila Bordis

Wo lebst Du?

Im Süd-Westen Münchens
Wenn wir Dich besuchen würden, was würdest du uns zeigen?
Oh, ich wohne ganz in der Nähe des 5-Seen-Land, das ist so wunderschön. Wir könnten einen kleinen Ausflug unternehmen. Zunächst zum Starnberger See nach Tutzing, dann weiter übers Land zum Südufer des Ammersee, am Pilsensee kurz in Seefeld halten und abschließend nach Steinebach am Wörthsee fahren und im „Il Kiosko“ direkt am See einkehren. Da bin ich sehr oft, es ist immer entspannt und kurzweilig, egal zu welcher Jahreszeit.

 

Was machst du?

Ich bin Designerin, Artdirectorin und Illustratorin.

 

Verrat uns einen Trick, wie Du gute Laune bekommst…

Spazieren gehen im Wald – querfeldein, egal welches Wetter ist – mit Gummistiefeln, Hund und viel Zeit … und Gartenarbeit macht mich immer zufrieden und gut gelaunt.

 

Was bringt Dich zum Lachen?
Situationskomik, Ereignisse, die ich mit guten Freunden Revue passieren lasse und deren Reflektion im Nachhinein lustig ist … und ich kann über mich selbst lachen.

 

Welches war Deine wichtigste Entscheidung in den letzten 12 Monaten?

Meinem Impuls zu folgen und für 1 Jahr morgens als Schulbegleiterin in der 2ten Klasse einer Grundschule zu arbeiten. Ich habe ein Kinderbuch geschrieben und illustriert und möchte in dieser Richtung gern weiterarbeiten. Deshalb schien es mir richtig an die „Basis“ zu gehen, um die Themen, die Kinder heute beschäftigen zu beobachten. Ich bin hauptsächlich für die Integration eines Kindes mit Migrationshintergrund zuständig. Mittlerweile betrachte ich aber meine eigene Integration in dieser Klasse als Geschenk. So unmittelbar die verschiedenen Sichtweisen, die Freude und Impulsivität, die individuelle Entwicklung, aber auch die Solidarität und den Gemeinschaftssinn dieser sieben- bis achtjährigen Kinder sehen und miterleben zu können ist großartig. Das ist ein ganz wunderbares Alter – diese Kinder können schon so viel, sind aber gleichzeitig noch sehr in ihrem Kind sein verhaftet. Sie sind noch verträumt und voller Vertrauen. Ich nehme sie als sehr liebevoll war.

 

Was hat Dich in den letzten 12 Monaten am meisten überrascht?

Oje … ich war gerade in einer nörgeligen und unzufriedenen Phase mit mir und meinem Leben, da kam auf einmal aus meinem tiefsten Inneren die Erkenntnis, dass ich schon sehr viel Glück in meinem Leben gehabt habe. Wahrscheinlich war es mein höheres Selbst?! Auf jeden Fall war ich sehr überrascht und auch etwas beschämt.

 

Welches war Dein bester Moment in der vergangenen Woche?

Das ist der Gesamteindruck einiger Tage, die ich in Budapest verbracht habe. Wow, was für eine charmante, tolle Stadt! Die morbide Eleganz und Grandezza vergangener Zeiten – man kann die Geschichte dieser Stadt an so vielen Stellen spüren – und gleichzeitig ist die Vitalität, Freundlichkeit und Lebensfreude seiner Bewohner umwerfend. So viele Bars, Cafés und Restaurants habe ich in einer Stadt selten in dieser Vielfalt gesehen. Ich hatte eine wunderbare Zeit in Budapest.

 

Welches Buch hat Dich so richtig begeistert?

Penguin Bloom – Die Geschichte eines kleinen Vogels, der seiner Familie die Lebensfreude zurückschenkt. Dieses Buch ist die Kombination aus zauberhaften Fotos und einer berührenden, authentischen Geschichte.

 

Von welchem Kleidungsstück würdest Du Dich nie trennen?

Das ist definitiv mein „Kleines Schwarzes“ von Dolce&Gabbana – es ist für mich ultimativ! Ich habe es vor sicher 15 Jahren in einem Schaufenster entdeckt, mich spontan verliebt und sofort gekauft. Es ist aus einem bi-elastischem, strukturierten Stoff hergestellt, hat einen aufregenden Schnitt, der nicht vermodet und ist zugleich unglaublich bequem. Ich ziehe es gar nicht so oft an, aber wann immer ich es in meinem Kleiderschrank entdecke, freue ich mich. Dieses Kleid ist meine Geheimwaffe.

Mila Bordis / www.milas-illustrations.com

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